
bruckner ver-habert
- Datum & Uhrzeit:11.10.2026 19:00
- Gesprochene Sprachen:🇩🇪 Deutsch
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Ansfelden und St. Florian haben ihren Anton Bruckner. Gmunden hat seinen Johann Evangelist Habert. Aber kennen die Gmundner „ihren“ Habert?
Veranstaltungsbeschreibung
Gut in Gmunden gibt es eine Habertstraße. Dort findet man am Haus Nr.2 auch eine Gedenktafel. Es gibt auch eine Habertschule. Insider und Interessierte finden auf dem Friedhof auch sein Grab. Für Viele ist aber sein Wirken und seine Bedeutung für Gmunden, für Oberösterreich und für Österreich an sich unbekannt. Habert wurde 1833 in Horni Plana geboren. Er wirkte ab 1852 als Volksschullehrer. 1860 kam er als Stadtpfarrorganist nach Gmunden und wirkte ab 1878 als Regens chori bis zu seinem Tod am 01.09.1896 in Gmunden. Johann Evangelist Habert war ein bedeutender österreichischer Komponist, Organist, Kirchenmusiker, Musikpädagoge und Musiktheoretiker. Er unterrichtete u.A. Ferruccio Busoni in Musiktheorie und setzte diesen Unterricht nach Weggang seines Schülers aus Gmunden schriftgeführt fort. Heute nennt man es Fernunterricht. Habert erarbeitete Lehrunterlagen. So wurde die von ihm erstellte Orgelschule von Anton Bruckner am Konservatorium der Musikfreunde in Wien genutzt. Zwischen beiden Musikern bestand eine intensive musikalische Beziehung. Bruckner wertschätzte den Einsatz Haberts für die instrumental begleitete Kirchenmusik. In Linz kam es zu mehreren musikalischen Zusammentreffen. Zum 25-jährigen Bischofsjubiläum von Franz Joseph Rudigier 1878 und beim 100-jährigen Diozösenjubiläum 1885 wurden Werke beider Komponisten aufgeführt. Zum Pontifikalamt am 29.09.1887 anlässlich der Secundiz des Papstes Leo XIII im Neuen Dom zu Linz kamen die Cäcilienmesse op. 53 von Johann Evangelist Habert und das Te Deum von Anton Bruckner zur Aufführung. Das Präludium an der Orgel spielte Habert, während das Postludium von Bruckner ausgeführt wurde. In diesem Jahr jährt sich der 130. Todestag Bruckners und Haberts. Anlass für den Chorus Lacus Felix - Gmunden ein erneutes musikalisches Zusammentreffen beider Musiker zu organisieren und dem Wirken der großen Komponisten mit einem Konzert zu gedenken. So erklingen Bruckners „Requiem in d-Moll“, Motetten wie „Locus iste“ und „Ave Maria“ ebenso wie Haberts „Adoramus te“ und andere Besonderheiten. Eine gute Stunde mit wundervoller Musik der Romantik zum Innehalten, zum Erinnern, zur Entspannung. PS: Vielleicht ist unser musikalischer Beitrag Anlass, Habert auf dem Gmundner Friedhof zu suchen und eine Kerze für ihn zu entzünden.
Quelle: TOURDATA







