
Christof Spörk - Maximo Lieder
- Datum & Uhrzeit:25.11.2026 19:30
Vorschau
Maximo Lieder kehrt zurück – Spörk fragt nach starken Männern und dem Leben.
Veranstaltungsbeschreibung
Christof Spörk hat schon viele Lieder geschrieben. Der promovierte Politikwissenschaftler und proklamierte Jazzsänger lebt im schönsten Land der latenten Unzufriedenheit. Während andere Heimat- oder Liebeslieder singen, trällert Spörk bisher über Lärmschutzwände, Gewerbeparks oder Schneekanonen – immer in der Hoffnung, sein Gesang möge dazu beitragen, das Land nicht zu verschandeln. Spörks Lieder lieben das Leben, auch wenn das Leben oft lieblos ist.
Mit 'Maximo Lieder' kehrt Spörk, erneut promovierter Politikwissenschaftler, zu seinen Wurzeln zurück: Schon 2001 gründete er ein austro-kubanisches Projekt namens 'Maximo Lieder', eine musikalisch-satirische Anspielung auf den Rockstar unter den starken Männern, Máximo Líder Fidel Castro. Damals glaubte sogar der ORF, die Zeit der starken Führer und Diktatoren sei vorbei. Deswegen musste Karl Moik gehen. Das Paradies schien nahe. Doch weit gefehlt.
Fröstelnd staunend erleben wir heute eine Renaissance jener starken, intellektuell bescheidenen Männer, denen man eigentlich besser keinen Hund anvertrauen würde; die meisten lieben ihren Hund ohnehin mehr als ihr Land.
Nicht nur Hundebesitzerinnen wähnen sich im falschen Jahrhundert. Auch der berühmte Vogel, den jede Wahlberechtigte besitzen darf, scheint am Verrecken – wahrscheinlich, weil die Futterzufuhr nicht stimmt. Zu viel von allem. Zu wenig Essbares. Smartphones mögen handlicher sein als Zeitungen, doch Vögel essen im Gegensatz zum Homo Sapiens ungerne heiße Luft oder alternative Fakten. Zumindest ein Körnchen Wahrheit sollte immer dabei sein. Bei den Vögeln jetzt.
Aber bitte keine Sorge: Maximo Lieder Spörk gibt keine vorschnellen Antworten. Stellt aber vielleicht manche richtige Frage. Gehört die Weltgeschichte zur Spezies der Wiederkäuer? Wenn ja, sind wir geschichtsschreibenden Menschen eher Ziegen oder Schafe, wie es eine führende Weltreligion behauptet? Oder: Warum achten wir bei Kindergärtnerinnen darauf, dass sie gute Menschen sind und werfen Selbiges Politikerinnen vor? Warum werden Arschlöcher im Manneskörper als durchsetzungsstark bewundert? Ja, warum eigentlich lassen wir uns von ausgemachten Deppen Tag für Tag vorführen? Befinden wir uns vielleicht auf einer kollektiven Verkaufsfahrt für KI? Und warum macht ein fehlendes i aus der schönsten aller Künste, der Musik, einen seelisch verwahrlosten Multimillionär, der von sich meint, die Welt retten zu müssen?
Ab Januar 2026 und ab dann immer wieder: Maximo Lieder! Denn was die Welt jetzt braucht ist: Liedership!
Quelle: oeticket.com







