
Familienkonzert im Großen Saal
- Datum & Uhrzeit:26.09.2026 11:00
Vorschau
Brucknerfest Linz 2026 öffnet den Raum des Stehenden Jetzt, wo Vergangenheit und Zukunft in einer zeitlosen Zeit zusammenkommen.
Veranstaltungsbeschreibung
ENDLICH. Endlich fängt es an – das Thema des Brucknerfest Linz 2026 verschreibt sich der Feststellung des Festes selbst. Es geht um Zeitlichkeit, den Anfang und das Ende, und zugleich um das Streben nach Unendlichkeit: in Klängen, Worten und Gesten, im Aneinander-Denken und im Sich-Begegnen, das das Entweder-oder in ein Sowohl-als-auch verwandelt. Wenn am 4. September 2026 Riccardo Chailly und die Filarmonica della Scala an Anton Bruckners Geburtstag erinnern, 202 Jahre seit seiner Geburt, und Franz Welser-Möst am 11. Oktober Bruckners 130. Todestag nach 25 Jahren als Chefdirigent des Cleveland Orchestra feiert, wird dieses Fest eingerahmt vom Zeitraum des 13. bis 30. September, in dem das Brucknerhaus und ganz Linz in musikalischen Ausnahmezustand geraten. Dann öffnet sich der Raum des Nunc stans, des stehenden Jetzt: Die Zeit hält den Atem, zwischen unendlicher Vergangenheit und unendlicher Zukunft tritt der kostbare Moment hervor, den nur das gemeinsame Erleben des Außergewöhnlichen heraufbeschwören kann. Vielleicht ist es Kant’s Land der Wahrheit, ein Ort der Ideale, umgeben von einem weiten und stürmischen Ozean, in dem Nebel und schmelzendes Eis neue Länder zeigen. Eine Insel inmitten des Alltags, kein Rückzugsort, sondern ein Ort des Aufbruchs auf dem kaum erkennbaren Pfad von Nicht-Zeit, eine Art zeitlose Zeit, in der Menschen zeitlose Werke schaffen können, um damit ihre eigene Endlichkeit zu transzendieren. Das Brucknerfest Linz 2026 versucht, diese zeitlose Zeit aufzufächern und damit ein Hörfeld, einen Begegnungsort zu schaffen, der uns im Wortsinn konzentriert und uns im endlichen Raum des Hier und Jetzt zusammenführt. Und Bruckner? Dessen Musik ist das tönende Fundament für eben diesen Raum, in dem wir neu sehen, uns anders ins Verhältnis setzen können zu uns selbst und zur Welt und zur Möglichkeit der Unendlichkeit, wie es Jagoda Marinić in ihrer Festrede 2025 so dringlich formulierte. 2026 wird Bruckner in vielen Formen abseits des Erwartbaren im Zentrum des Brucknerfestes stehen: improvisiert, neu kontextualisiert, unkonventionell arrangiert, kreativ weitergedacht – in Uraufführungen und letzten Werken, Debüts und Abschiedskonzerten, an bekannten und neuen Orten. Andreas Meier, Leiter Programmplanung & Dramaturgie.
Quelle: oeticket.com







