
Vortrag: Grammatik des Krieges
- Datum & Uhrzeit:08.04.2027 19:00
Vorschau
Eine Veranstaltungsreihe zur Reflexion über die Grammatik des Krieges und die Notwendigkeit, gewaltfreie Reaktionen zu entwickeln.
Veranstaltungsbeschreibung
Wie sie funktioniert, wozu sie dient und warum wir sie verlernen müssen. Veranstaltungsreihe Friede und Gewaltfreiheit: Die Welt hat sich in der letzten Zeit stark gewandelt. Der Schrecken des Krieges und vielfältiger Bedrohungen ist auch in Europa wieder präsent, außerdem eskalieren viele Konflikte in der Welt. Wir beschäftigen uns mit der Frage ob und wie darauf gewaltfrei, bzw. Gewalt mindernd reagiert werden kann. An drei Abenden werden von den ReferentInnen mögliche Ansätze präsentiert, in Anschluss an die Vorträge ist jeweils auch Zeit für kritische Fragen und Diskussion eingeplant. Grammatik des Krieges. Wie sie funktioniert, wozu sie dient und warum wir sie verlernen müssen. Nicht nur Europa, auch Österreich rüstet auf. Mit Geld, mit Waffen und mit politischen Entscheidungen. Wurde bis vor kurzem noch das ‚Friedensprojekt Europa‘ beschworen, hören wir heute von einer ‚Verteidigungsunion‘, die gegenüber äußeren wie auch inneren Feind*innen bis vor kurzem noch undenkbare Mittel‚ in Stellung bringt. Da dies in einer Demokratie und einem neutralen Staat nicht selbstverständlich ist, muss – zumindest die wahlbeteiligte und steuerpflichtige – Bevölkerung sprachlich, mental, aber auch emotional für den Krieg mobilisiert werden. Eine bis vor kurzem undenkbare Normalität einer ‚wehrhaften‘ und ‚kriegstüchtigen‘ Republik wird mit großem Aufwand zur normativen Kraft des Faktischen gemacht. Wir sollen diese Normalität nicht nur äußerlich richtig finden, sondern auch tief verinnerlichen. Diese ‚Grammatik des Krieges‘ müssen wir erkennen und verstehen lernen, um ihr umso überzeugter und überzeugender auch widersprechen können. Vortragende: Claudia Brunner ist Sozialwissenschaftlerin und Friedensforscherin. Sie ist als Professorin am Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt tätig.
Quelle: TOURDATA



